Als Spezialist für hochwertige, industrietaugliche Systemlösungen in der Mensch-Maschine-Kommunikation hat die RAFI Gruppe eine mehrstufige, risikobasierte Strategie etabliert, um die Gefahr nicht-authentischer, fehleranfälliger Bauteile konsequent zu begrenzen. Damit erweitert der HMI-Spezialist sein bereichsübergreifendes Risikomanagement und sichert das hohe Kundenvertrauen durch transparente Prüf- und Entscheidungsprozesse.
Der Ansatz bezieht sich auf bewährte Branchennormen zum Umgang mit gefälschten elektronischen Bauteilen, insbesondere auf die Normenreihe SAE AS5553 und ergänzende Richtlinien für Prüfverfahren sowie für die autorisierte und unabhängige Distribution. Hierzu werden Einkauf, Lieferantenmanagement, Qualitätssicherung, Wareneingangsprüfung und technische Fachbereiche in einem kohärenten Prozess vernetzt. In die Bewertung fließen die Nähe zum Originalhersteller, die Art des Distributionskanals, dokumentierte Prozesse beim Lieferanten, vorliegende Nachweise sowie bisherige Erfahrungswerte aus der Zusammenarbeit ein.
Im Verdachtsfall separiert RAFI die betroffene Charge vom Materialfluss und führt sie einer fachübergreifenden Prüfung zu. Die abgestufte Prüftiefe orientiert sich an der Bezugsquelle, der Kritikalität der Komponente und der vorgesehenen Anwendung. Dabei werden die Bauteile zunächst einer Dokumenten- und Kennzeichnungsprüfung unterzogen. Je nach Risikopotenzial schließen sich weitere Tests wie eine vertiefte Sichtprüfung oder Röntgenuntersuchung und, falls erforderlich, externe Laboranalysen bspw. zu Materialbeschaffenheit oder Lötbarkeit an.
Die daraus gewonnenen und dokumentierten Informationen ermöglichen RAFI stringente Entscheidungsprozesse, die von der Freigabe eines geprüften Bauteils über die Reklamation oder dauerhafte Sperrung bis zur Beendigung der Lieferbeziehung reichen.